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Stabile Entwicklung im 1. Halbjahr in schwierigem Marktumfeld

Trotz einer herausfordernden Marktsituation konnte sich Biotta im ersten Halbjahr positiv entwickeln. Bei stabilem Umsatz konnten der EBIT und das Konzernergebnis verbessert werden. Die Süddeutsche GESA Gemüsesaft GmbH legte im Geschäft mit Halbfabrikaten weiter deutlich zu.

Im Heimmarkt Schweiz konnte sich Biotta weiter solid entwickeln. Mit der Lancierung der beiden Rezepturen Mango-Mix und Superfrüchte bei Coop können Schweizer Konsumenten seit Mitte Mai aus einem grösseren Sortiment auswählen. Die Herausforderungen im Inland lagen im ersten Halbjahr hauptsächlich in den fehlenden Frequenzen im Gesundheits-Fachhandel.

Nach gutem Wachstum im Vorjahr wurde unser Export-Geschäft im ersten Halbjahr 2017 – insbesondere in China - etwas eingebremst. Wir wollen diese Situation möglichst rasch verändern und das Asien-Business den aktuellen Rahmenbedingungen anpassen und auf unsere Wachstumsziele ausrichten.

Am Standort Tägerwilen ist die Modernisierung der Abfüllanlagen angelaufen. Dabei berücksichtigen wir die wachsenden, unterschiedlichen Bedürfnisse unserer weltweiten Kunden für die Haltbarkeit der Produkte, die Verpackung und die Konfektionierung. Die erste Tranche der technischen Erneuerung diesen Sommer umfasst den Einsatz eines modernen Kurzzeit-Erhitzers (Pasteur), der unsere Produkte noch schonender und mit neuester Prozess-Technologie sekundengenau pasteurisieren wird. Für die Marke Biotta wird sich dies mittelfristig in besseren Geschmacksprofilen unserer Säfte und der Reduktion von Produktionsverlusten auswirken. Gleichzeitig werden auch die Flaschenetikettierung sowie die Verpackung der Flaschen in Kartons komplett erneuert und auf den neuesten Stand gebracht.

Die Innovationstätigkeit wird bei Biotta gross geschrieben. So konnten im ersten Halbjahr verschiedene neue Produkte in der Schweiz und im Export auf den Markt gebracht werden, von denen wir für die Zukunft weiteres Wachstum erwarten. Insbesondere im Sortiment der Vivitz Bio-Eistees konnte Ende April ein erster Eistee ohne Süssungsmittel und frei von Kalorien lanciert werden. Dieses Produkt nimmt den aktuellen Zeitgeist von Zuckerreduktion auf und wurde vom Bio-Markt gut angenommen.

Bei der Süddeutschen GESA Gemüsesaft GmbH können wir auch im ersten Halbjahr 2017 von einem überdurchschnittlichen Umsatzwachstum berichten. Die Nachfrage nach hochwertigen Bio-Gemüsesäften steigt weiterhin im Europäischen Markt. Mit der nochmaligen Erweiterung der Tankkapazitäten wird die Modernisierung des Betriebs bis Ende Jahr abgeschlossen.

Thurella

Der Gruppenumsatz konnte im ersten Halbjahr bei TCHF 16‘334 (Vorjahr TCHF 16‘306) gehalten werden. Bei einer gesteigerten EBITDA-Marge auf 10.8% (Vorjahr 9.9%) beträgt das Konzernergebnis per 30. Juni 2017 TCHF 716 (Vorjahr TCHF 562). Die Eigenkapitalquote ist zum Stichtag nochmals leicht gestiegen und beträgt nun 68.1%.

Das Immobilienprojekt zur Umnutzung der nicht mehr betrieblich genutzten Liegenschaft in Egnach ist an einem entscheidenden Punkt angelangt: Ein Entwurf des Gestaltungsplans basierend auf einem konkreten Überbauungsprojekt wurde dem Gemeinderat vorgelegt. Die laufend steigenden politischen Anforderungen an das Projekt gilt es nun auf ein Mass zu reduzieren, das eine wirtschaftliche Realisierung und die Akzeptanz der Bevölkerung ermöglicht. Die Suche nach Partnern und Investoren zur Umsetzung der Überbauung ist angelaufen.

Im Geschäft mit der Natur entscheidet sich unser Jahresergebnis im zweiten Semester. Nach dem Kälteeinbruch Ende April, der hauptsächlich die Obst-Beschaffung betrifft, konnte das Gemüse im Mai bei guten Bedingungen in den Boden gebracht werden. Im Schweizer Anbau konnte sich das Gemüse bisher planmässig entwickeln, währenddessen in Süddeutschland Starkregen im Juli die Entwicklung negativ beeinflusste. Wir blicken erwartungsfroh in die Fortsetzung des Geschäftsjahres.

Mit saftigen Grüssen,
Thurella AG

Aktionärsbrief September 2017